Schimmelpilze und Pilzbefall

Was ist nach dem Entfernen von Schimmelpilzen zu tun?

Sie hatten einen Schimmelpilzbefall, entweder einen kleineren, den Sie – zum Beispiel mit Spiritus – selbst entfernt haben; oder einen größeren, der fachmännisch von einem Unternehmen beseitigt wurde. Ist die Sache damit erledigt, sind Sie den Schimmel los? Leider nicht ganz.

Häufig kommt es in Wohnungen oder Häusern, in denen einmal Wachstum von Schimmelpilzen aufgetreten ist, kurze Zeit später erneut zu einem Befall. Dies kann daran liegen, dass die Ursache nicht beseitigt wurde: z.B. Eindringende Feuchtigkeit durch eine Leckage, Wärmebrücken an Außenwänden, so dass gute Wachstumsbedingungen für Schimmelpilze fortbestehen.

Der erneute Befall kann aber auch eine andere Ursache haben. Schimmelpilze bilden eine große Zahl von Sporen. Diese mikroskopisch kleinen Sporen werden durch Luftbewegungen in der Wohnung oder dem Haus verteilt. Ähnlich wie Staub fliegen sie überall hin. Auf oder hinter Schränke, auf Bücher, Regale, Türrahmen usw.. An diesen Stellen, an denen sicher nicht wöchentlich Staub gewischt oder gesaugt wird, können die Sporen warten.

Finden die Sporen nun an einer Stelle die oben genannten guten Wachstumsbedingungen vor, entsteht schnell ein neuer Befall. Immer wieder wird auch berichtet, dass gesundheitliche Beschwerden wie z.B. Allergien, Husten, Abgeschlagenheit und Hautreizungen, nach dem Entfernen der Schimmelpilze bestehen bleiben.

Wichtig ist, dass bei einem größeren Befall die Pilze nicht nur abgetötet werden, sondern dass die sogenannte Biomasse entfernt wird. Denn auch abgetötete Pilze können allergische Reaktionen hervorrufen. Aus den genannten Gründen ist eine sogenannte Feinreinigung nach dem Entfernen der Schimmelpilze unerlässlich.

Das Umweltbundesamt schreibt dazu in seinem „Schimmelpilzsanierungs-Leitfaden“ (1): „Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten sollte eine Feinreinigung der betroffenen Räume erfolgen.“
und: „Notwendig ist die Feinreinigung aller Oberflächen…“ Dazu werden glatte Flächen mit einem feuchten Lappen abgewischt, um die verbliebenen Sporen aufzunehmen. Textile Materialien, wie Teppiche, Sofas, Sessel – die nicht primär befallen waren, also auf denen kein aktives Wachstum von Schimmelpilzen aufgetreten ist – können mit einem Spezialsauger, der die Sporen zurückhält, abgesaugt werden. Bitte verwenden Sie keinen Haushaltsstaubsauger, da dieser Sporen nicht zurückhält, sondern mit der ausgeblasenen Luft überall verteilt.

In meinem Angebot habe ich solch einen Spezialsauger. Es handelt sich um einen Gefahrstoffsauger der Staubklasse H, der auch für das Saugen von Asbeststaub zugelassen ist. Er verfügt über einen speziellen Hauptfilter, hält dadurch 99,995% der Partikel zurück (2) und gewährleistet so eine gründliche Reinigung. Dieses Gerät müssen Sie nicht kaufen. Ich biete es gerne auch tageweise zur Miete an.

Ein Tipp von mir: Sie können ein solches Gerät auch als „Luftwäscher“ einsetzen. Dazu lässt man das Gerät einfach ohne Schlauch einige Zeit im betroffenen Raum laufen. Die Raumluft wird angesaugt, gefiltert und wieder ausgeblasen. Auf diese Weise wird die Raumluft von evtl. vorhandenen Pilzsporen, Asbestfasern, Pollen und anderen Kleinstpartikeln befreit.

(1) Umweltbundesamt: Leitfaden zur Ursachensuche und Sanierung bei Schimmelpilzwachstum in Innenräumen 
(2) Angaben des Herstellers Nilfisk-Alto

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