Schäden in Wohnungen und Gebäuden

Mein neues Zuhause – die eigenen vier Wände

Planen Sie den Kauf einer Eigentumswohnung oder eines Hauses? Herzlichen Glückwunsch so eine Entscheidung trifft man meist nur ein oder zwei Mal im Leben. Doch was ist zu beachten, wenn das Thema „Mein neues Zuhause“ aufkommt?

Neben der Finanzierung und der Standortentscheidung gibt es bei dieser großen Ausgabe eine Reihe von weiteren wichtigen Punkten. Ich will hier vor allem auf mögliche Probleme eingehen und zeigen wo diese versteckt sein können.

Als erstes sollte eine ausführliche Besichtigung erfolgen, bei der das ganze Haus vom Keller bis zum Dach betrachtet wird. Gibt es sichtbare Schäden, fällt der Putz ab oder ist das Dach veraltet?

Im vergangenen Jahr habe ich mehrere Kunden beim Kauf begleitet und „spannendes“ gefunden:

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Schadhafte Wärmedämmung

In einer Dachgeschosswohnung ließ ich nach dem Kauf  die Rigips-Verkleidungen öffnen, da die Wärmedämmung in Wohnungen, die älter als 20 Jahre sind, erfahrungsgemäß häufig schadhaft ist. Hier kann im Winter kalte Außenluft bis hinter die Rigipsplatten gelangen, so dass diese die einzige thermische Trennung zwischen innen und außen darstellen. Hier müssen weitere Platten entfernt und die Dämmung nachgearbeitet werden, da ansonsten mit immensen Heizkosten und Schimmel zu erechnen ist. Dieser Mangel war erst nach dem Entfernen der Platten zu sehen und für einen Laien nicht erkennbar!

Feuchter Keller

In einem Einfamilienhaus war der Keller sehr schön hell und sollte von den zukünftigen Eigentümern teilweise zu Wohnzwecken genutzt werden. Da die Kunden unsicher waren, haben Sie mich gebeten zu prüfen, ob der Keller trocken ist. Bei den durchgeführten Feuchtemessungen mit dem Messgerät Gann Hydromette Uni 2 zeigte sich, dass große Teile des Mauerwerks durchfeuchtet sind und die Abdichtung defekt war. Obwohl es ein schönes Haus war, haben die Kunden auf Grund der zu erwartenden hohen Kosten für die Trockenlegung dann vom Kauf des Hauses abgesehen.

Heizkosten

Eine wichtige Rolle spielt bei Immobilien naturgemäß die Beheizung. Wer will schon im kalten sitzen, viel Geld für eine uneffektive Energieschleuder bezahlen oder unnötig die Umwelt belasten? Ein Objekt wurde nach der Sanierung einige Jahre zuvor, mit Heizwärme über einen Contracting-Vertrag versorgt. Die Kosten für die Nutzer lagen laut der letzten Abrechnung ca. 50% über denen einer Gasheizung.
Dazu kommt in Wohnungseigentumsanlagen ein weiterer Punkt: Da die Heizanlage bei Contracting nicht im Eigentum der WEG ist, verfügt das Haus nach Ablauf des Vertrages evtl. über keine Heizung mehr. Der Contractor hat häufig das Recht, die Anlage zum Vertragsende abzubauen. Dann kommen neben den Kosten für die Anschaffung einer neuen Heizung umfangreiche Diskussionen auf die Eigentümer zu. Schauen Sie sich daher vor dem Kauf einer Wohnung alle Unterlagen – Teilungserklärung, Beschlusssammlungen, Betriebs- und Heizkostenabrechnung, Schriftverkehr –  genau an.

Gemeinschaftseigentum

Auch Fragen nach dem Gemeinschaftseigentum sind wichtig. Wie alt ist das Dach, in welchem Zustand sind Fassade, Fenster, Rohrleitungen und Keller? Stehen Sanierungen an oder sind diese bereits beschlossen? Hier können erhebliche Kosten auf Sie zukommen. Für eine Dachsanierung oder die Erneuerung von Steigleitungen können z.B. Sonderumlagen beschlossen werden, die mehrere tausend Euro pro Wohnung betragen können.

Fazit

Das ist Ihnen alles zu undurchsichtig und Sie befürchten Fehler zu machen? Dann scheuen Sie sich nicht davor, mich als Ihren Berater hinzuzuziehen.

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